Hervorgehoben

Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute,
welche die Welt nie angeschaut haben.

-Alexander Freiherr von Humboldt-

Verkupplungsaktion 2.0

Wie schon vor einiger Zeit berichtet, hat eine syrische Bewohnerin des Heimes, in dem ich arbeite versucht, mir ihren Bruder schmackhaft zu machen. Ohne Erfolg muss ich gestehen, ich habe das ganze als Scherz abgetan und mich eher amüsiert, als mir Gedanken über die Ernsthaftigkeit der Lage zu machen. Eventuell war dies eine Fehleinschätzung, wie ich heute feststellen musste. Weiterlesen

Frans Wandern

Ende August war ich zusammen mit einem bunten Mix aus rund 130 Leuten unterschiedlichen Alters, Herkunft und Religion in Dresden im St. Benno-Gymnasium zu Gast. Viele der hauptsächlich syrischen Flüchtlinge gehörten der Gruppe „Frans Wandern“ an, ein Projekt, das Pater Frans van der Lugt in den 1980er Jahren in Syrien ins Leben gerufen hat. Sein Ziel war es, Menschen unabhängig von politischen und religiösen Interessen zusammen zu bringen und eine interkulturelle Begegnung zu ermöglichen. Pater Frans wurde 2014 in Syrien ermordet, jedoch kannten ihn viele der syrischen Flüchtlinge und führen nun seine Wanderungen auch hier in Deutschland weiter. Beim Wandern nach Pillnitz und in die sächsische Schweiz wurde gesungen, getanzt, Erfahrungen ausgetauscht und die gemeinsame Zeit genossen. Weiterlesen

Deyaa – Eine Mutter auf der Flucht

Ich heiße Deyaa, bin 39 Jahre alt, verheiratet und habe drei Kinder. Mein jüngstes Kind ist hier in Deutschland geboren. Ich komme aus Idlib, Syrien. In Idlib, meiner Heimatstadt, ist es schon seit geraumer Zeit sehr gefährlich. Manchmal – nein, jederzeit besteht die Gefahr, dass Bomben auf die Stadt geworfen werden. Es gibt keinen bestimmten Zeitpunkt dafür. Es kann jederzeit passieren. Vielleicht morgens, vielleicht abends … Plötzlich tauchen Flugzeuge am Himmel auf und werfen Bomben auf die Stadt. Ich habe Idlib sehr geliebt und hätte nie gedacht, dass ich diese Stadt verlassen würde, um in einem anderen Land zu leben. Aber als der Krieg begann und die Stadt zerstört wurde, hatte ich große Angst um meine Kinder. Ich wollte meine geliebte Stadt nicht verlassen, aber der Sicherheit meiner Kinder zuliebe fasste ich den Entschluss, zu fliehen. Weiterlesen

Weltflüchtlingstag 2016

Am 20. Juni war Weltflüchtlingstag. Dieser Tag dient dem Gedenken aller Menschen, die sich auf der Flucht befinden oder bereits Asyl beantragt haben. Es soll auf die aktuelle Situation und die Not jedes einzelnen, sowie auf den notwendigen Mut und die Beharrlichkeit von Millionen von Flüchtlingen aufmerksam gemacht werden. Weiterlesen

#Aleppobrennt

Am 28.04.2016 wurde ein Krankenhaus in der nordsyrischen Großstadt Aleppo bombardiert. Bei dem Luftangriff auf das Al-Qud Krankenhaus wurden mindestens 30 Menschen getötet und 50 verletzt. Unter den Opfern seien drei Kinder und drei Ärzte gewesen. Das Al-Qud Krankenhaus war eines der letzten noch bestehenden Krankenhäuser in Aleppo und zusätzlich ein Zentrum für Kinderheilkunde. Zu welcher Armee der Kampfjet gehört, ist bisher unklar.

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Alaa – Ein Künstler zwischen Kunst und Krieg

Alaa Aldin Alhassoun ist Künstler, 31 Jahre alt und kommt aus Aleppo, Syrien.
Am Fathi Mhd Institut für Kunst studierte er Skulptur und Zeichnen und machte anschließend seinen Abschluss an der Universität in Damaskus in Kunstwissenschaften mit dem Schwerpunkt Zeichnen. Dank eines Stipendiums, welches er von der syrischen Regierung bekam, hatte er Ende 2011 die Möglichkeit, ein Studium mit dem Schwerpunkt Kunstkritik an der Kunstakademie in Kairo zu beginnen.

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Emad-„I do not like to say I was an activist“ Teil 2

My father had contact to someone who can arrange everything to arrive to Turkey; I had to pay 2000 Dollars. Then I went to Turkey by ship, from Tartus, a city at the coast, to Mersin. It was easy; I just had to pay money. When I arrived there friends were waiting for me. Some of them had been working with me in the civil movement. I lived with them in their apartment.
I spent a few months in Turkey, five months or so. I was in Gazianteb, a city near the border and I was in Arihani, it is directly on the border. I tried to work in some NGO projects in a refugees camp. I like to help people, to work with them, work with children, make documentaries. But I did not feel comfortable with the NGOs. In Syria I was working more directly against al-Assad, but in this period I had to work in humanity aid. Actually I was still excited to work against al-Assad, not helping homeless people. But they really need so much help and they do not get it.
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